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Konfliktprävention

Koordination von konfliktpräventiven Maßnahmen in der Stadt Augsburg

Bevor Ihnen einige Aktivitäten und Projekte des Konzeptes vorgestellt werden, gehen wir auf die Begrifflichkeiten und die Ziele des Konzeptes ein.

 

Logo Prävention      Spielplatzpaten

Was sind Konflikte im öffentlichen Raum?

Konflikte auf und um Spiel- und Bolzplätzen, Parkanlagen, öffentlichen Plätzen oder Buswartehäuschen verdeutlichen, dass weder ein Nebeneinander und schon gar nicht das Miteinander von Spielplatznutzung und Wohnbebauung an vielen Orten der Stadt funktionieren. Auch das Wegfallen von Freiflächen durch Bebauung von Wohnanlagen und Industrieflächen seit den 50 er Jahren stellt sich dramatisch dar, denn Bürgerinnen und Bürger werden immer stärker in den Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten in ihrem direkten Wohnumfeld eingeengt und dieses kann zwangsläufig zu Konflikten führen.      

Da Jugendliche nicht die Einzigen sind, die in Konflikte mit Anwohnern und anderen Nutzern der Grün- und Freiflächen kommen, schließt das Konzept "Prävention und Intervention - Konflikte im öffentlichen Raum" auch alle Erwachsenen ein, die öffentliche Plätze, Frei- und Spielplätze nicht dem Nutzungszweck entsprechend, sozial-verträglich nutzen.

"Konflikte im öffentlichen Raum" sind Vandalismus, Alkoholkonsum, Lärm, Gewaltauseinandersetzungen, erhöhtes Müllaufkommen etc.

Aber auch Nutzungskonflikte, Nachbarschaftsstreitigkeiten oder diverse andere öffentliche Konflikte können im öffentlichen Raum auftreten.

 

Ziele des Konzeptes

Hier setzt das Projekt „Prävention und Intervention – Konflikte im öffentlichen Raum“ mit folgenden Zielen an:

  • Konfliktschwerpunkte werden identifiziert, festgelegt und Lösungsansätze   entwickelt.

  • Regelungen für die Konfliktbearbeitung im Falle einer Eskalation werden entwickelt, festgelegt und umgesetzt.

  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen für den öffentlichen Raum Verantwortung übernehmen und werden für dessen Nutzung sensibilisiert.

  • Der öffentliche Raum wird über Angebote und Aktionen positiv besetzt.

  • Bestandsaufnahmen und Analysen in verschiedenen Bereichen, z. B. der einzelnen Konflikte, der auffälligen Orte, der Personen werden durchgeführt.

  • Konflikte durch eine neutrale Konfliktmoderation zwischen den beteiligten Parteien beilegen zu helfen

  • Durch die Vernetzung von verschiedensten Institutionen (Kirchengemeinden, Verbänden, Vereinen, Schulen, der jeweiligen ArGe im Stadtteil, Streetwork, sozialen Einrichtungen,...) und unterschiedlichsten städtischen Behörden wird präventiv Konflikten im öffentlichen Raum entgegengewirkt.

 

Was wir getan haben - was wir tun werden

Die Projekte und Aktivitäten des Konzeptes, welche im Laufe der Jahre durchgeführt wurden, sind sehr vielfältig.

So fanden Konfliktmoderationen an den verschiedenen auffälligen Orten Augsburgs statt.

Im Fronhof z.B. mündeten die von Juni bis Dezember 2009 geführten Gespräche in einem Begegnungsbarbecue, wo Jugendliche der Gothik und Emoszene, welche sich dort gern aufhalten, mit den Rentnerinnen und Rentnern des angrenzenden Seniorenklubs an einem Tisch saßen und in ungezwungener Atmosphäre ins Gespräch kamen. Weitere Moderationen zwischen Jugendlichen und Anwohnern fanden in der Tylerstraße (März 2010) oder aber in Bezug auf die mögliche Einrichtung eines öffentlichen Raumes am Cafe Schülertreff statt.

Durch die Beteiligung von Jugendlichen sowie Bürgerinnen und Bürgern an verschiedenen Aktionen versucht das Konzept die positive Nutzung des öffentlichen Raumes zu fördern. In diese Richtung gehende Projekte waren ein Filmprojekt mit Studenten der Universität Augsburg zum Thema Zivilcourage (2009), die Workshops mit Studenten zu den Themen Sucht und Gewalt und bürgerschaftliches Engagement und Zivilcourage (November 2009/10), sowie das, in Zusammenarbeit mit dem Bündnis für Augsburg ins Leben gerufene Projekt “Spielplatzpaten“. Auch die auf verschiedenen Spielplätzen Augsburgs durchgeführten Feste dienen diesem Ziel.

Die Einbindung des Konzeptes in das Rahmenprogramm der FIFA-Frauen-WM im Juni / Juli im Jahr 2011 trug ebenfalls zu einer positiv- besetzten Nutzung öffentlicher Räume bei.

Neben diesen "greifbaren Aktionen" vor Ort bringt das Konfliktmanagement seine Erfahrungen, Beobachtungen und Verbesserungsvorschläge in die verschiedensten städtischen Arbeitskreise mit ein, um somit Konflikten im öffentlichen Raum frühzeitig entgegenwirken zu können.

Für das nächste Jahr sind neben der Umgestaltung des Spielplatzes in der Rumplerstr. (Univiertel) weitere Spielplatzfeste, sowie der Ausbau des Projektes Spielplatzpaten geplant. Mit den Akteuren vor Ort werden weitere neue Projekte erarbeitet.

Auch wird sich das Projekt weiterhin in die von der Stadt Augsburg initiierte Kampagne "Zivilcourage" einbringen.

 

    Ihre Ansprechpartnerinnen

      Nicole Vokrouhlik          Claudia Hubert

           0821/ 450 434 46    0821/ 450 434 45

                                                        konfliktmanagement@foerderagentur.de

 

Hier finden Sie unseren Flyer Spielplatzpaten  

 

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